Naroditsky Memorial 2026: Sindarov fegt Rapid & Blitz hinweg

Charlotte, North Carolina – Usbekistans Javokhir Sindarov war der herausragende Spieler des ersten Naroditsky Memorial Rapid & Blitz, das am Wochenende vom 3. bis 5. Juli stattfand. Er holte sich den klaren Sieg in beiden Disziplinen, Rapid und Blitz, und präsentierte sich damit als einer der gefährlichsten Schnellschachspieler der Welt.

Ein würdiger Tribut

Das Turnier wurde zum Gedenken an den amerikanischen Großmeister, Autor und Kommentator Daniel Naroditsky (1995–2025) ausgerichtet, eine der beliebtesten Figuren im modernen Schach – ein Weltklassespieler, der durch seine Bücher, Streams und Lektionen eine ganze Generation lehrte, das Spiel zu lieben. Die erste Ausgabe zog ein beeindruckendes Teilnehmerfeld nach Charlotte, darunter Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura, Wesley So und Leinier Dominguez, die in den Meister- und Herausforderer-Sektionen um ein Gesamtpreisgeld von 50.000 US-Dollar kämpften.

Ein Denkmal, das das Brett genau mit dem füllte, was Daniel Naroditsky am meisten liebte – schnelles, furchtloses, freudiges Schach.

Sindarovs Doppelsieg

Im Rapid (ein siebrundiges Schweizer System) lag Sindarov mit Aravindh Chithambaram aus Indien mit 6/7 Punkten gleichauf und sicherte sich dann den Titel mit einem entscheidenden 2:0-Sieg im Blitz-Tie-Break. Diesen Schwung nahm er direkt mit in den Blitz-Wettbewerb, wo er im Finale ungeschlagen blieb und 7½/9 Punkte erzielte, um Wesley So klar zu übertreffen.

Wettbewerb Gewinner Wie er gewonnen hat
Rapid Javokhir Sindarov Gleichstand 6/7, dann Aravindh Chithambaram 2:0 im Playoff besiegt
Blitz Javokhir Sindarov 7½/9 im Finale, ungeschlagen; Wesley So 2. mit 7 Punkten

Anderswo im Turniergeschehen

In derselben Woche gab es in Europa ein Drama, wo Alireza Firouzja das SuperUnited Rapid & Blitz Croatia in Zagreb gewann. Firouzja lag mit Nodirbek Abdusattorov mit 23½/36 Punkten gleichauf, bevor er das Rapid-Playoff gewann und sich den Grand Chess Tour-Titel sicherte – eine Erinnerung daran, wie gering die Abstände an der Spitze des Schnellschachs geworden sind.

Das Gesamtbild

Für Sindarov ist der Doppelsieg in Charlotte mehr als ein starkes Wochenende. Bereits im April gewann er das Kandidatenturnier 2026 und erwarb damit das Recht, den amtierenden Weltmeister Gukesh Dommaraju später in diesem Jahr um die Krone herauszufordern. Nach diesem Ergebnis wird der junge Usbeke in bestechender Form zu diesem Match antreten.


Quellen: Naroditsky Memorial 2026 (Wikipedia); 2026 in chess (Wikipedia); Chess.com News.